Patientenbeauftragter auf Sommertour in Vechta und Oldenburg

Der Patientenbeauftragte Stefan Schwartze begleitete die Gemeindenotfallsanitäter der Malteser in Vechta auf einer Einsatzfahrt © Ulrike Berg/Malteser

Der Patientenbeauftragte Stefan Schwartze begleitete die Gemeindenotfallsanitäter der Malteser in Vechta auf einer Einsatzfahrt © Ulrike Berg/Malteser

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Stefan Schwartze, MdB, ist am 02. Juni 2026 im Raum Oldenburg auf Sommertour gegangen – mit Stationen bei den Gemeinde-Notfallsanitätern und der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie der Karl-Jaspers-Klinik in Oldenburg. Er nutzt deutschlandweite Touren regelmäßig, um verschiedene Einrichtungen des Gesundheitswesens zu besuchen, sich ein eigenes Bild zu machen und sich mit den Menschen vor Ort auszutauschen.

Sein erster Besuch führte ihn heute zu den Gemeindenotfallsanitätern nach Vechta, um Anzug gegen Einsatzkleidung zu tauschen und die Sanitäterinnen und Sänmitäter bei der Arbeit auf einer Einsatzfahrt zu begleiten. Anschließend fand ein gemeinsamer Austausch statt, an dem u.a. Vertreter der Malteser, die Klinikmanagerin des St. Marienhospitals, der Chefarzt der Zentralen Notaufnahme und Vertreter des Landkreises Vechta teilnahmen.

Beim Gemeinde-Notfallsanitäter handelt es sich um einen speziell weitergebildeten Notfallsanitäter. Mit dem Konzept soll ein ressourcenschonender Einsatz in solchen Fällen ermöglicht werden, bei denen in der Alarmierung der Rettungsleitstelle keine Notfall- bzw. Transportindikation zu bestehen scheint. Gemeinde-Notfallsanitäter behandeln die Patientinnen und Patienten und koordinieren die Hilfe vor Ort zwischen der Hausärztin bzw.  dem Hausarzt, dem Krankenhaus, dem Altenheim oder dem Pflegedienst.

Herr Schwartze zeigte sich vor Ort begeistert: „Das ist ein Projekt genau im Sinne der Patientinnen und Patienten. Es sorgt dafür, Arztpraxen, Rettungsfahrten und Krankenhäuser zu entlasten. Gleichzeitig werden den Patientinnen und Patienten unnötige Aufenthalte in Gesundheitseinrichtungen abgenommen.“

Am Nachmittag besuchte er die Jugendforensik der Karl-Jaspers-Klinik in Oldenburg und kam dort neben der Klinikleitung auch mit Patientinnen und Patienten ins Gespräch. „Der Maßregelvollzug ist Teil der Gesellschaft. Das sind unsere Kinder, die einen falschen Weg gegangen sind. Wir müssen diesen Jugendlichen den Weg zurück in die Gesellschaft ermöglichen: ihnen die Hand reichen, Hoffnung geben und zeigen, dass es sich lohnt, zu lernen, an sich zu arbeiten und sich zu resozialisieren“, war ein Wunsch des Therapeutischen Leiters Markus Wild, den Herr Schwartze sehr unterstützt und der die Eindrücke seines Besuchs gut zusammenfasst. 

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