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Gemeinsame Pressemitteilung des Patientenbeauftragten der Bundesregierung und der Nationalen Versorgungskonferenz Hautkrebs

Im Rahmen des Hautkrebsmonats Mai war Stefan Schwartze in der Praxis von Dr. Mohme in Porta Westfalica zu Gast

Im Rahmen des Hautkrebsmonats Mai besuchte der Patientenbeauftragte Stefan Schwartze die dermatologische Facharztpraxis von Dr. Henrik Mohme in Porta Westfalica, um auf die Bedeutung der Prävention und Früherkennung von Hautkrebs aufmerksam zu machen. Als Schirmherr des Infoportals Hautkrebs (www.infoportal-hautkrebs.de) ist Stefan Schwartze an der Versorgung von Patientinnen und Patienten besonders interessiert.  Während seines Besuchs führte er daher nicht nur Gespräche mit dem leitenden Arzt der Praxis, sondern auch mit einer Patientin, um ein umfassendes Verständnis für die Herausforderungen und Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten mit Hautkrebs zu erlangen.

Im Zuge seines Engagements für die Sensibilisierung für Hautkrebs ließ der Patientenbeauftragte auch ein Hautkrebs-Screening durchführen, welches glücklicherweise ohne auffälligen Befund blieb.

„Früherkennung ist der Schlüssel zum Erfolg im Kampf gegen Hautkrebs. Das Hautkrebs-Screening ist eine einfache und effektive Möglichkeit, die Hautgesundheit zu überprüfen und frühzeitig mögliche Probleme zu erkennen. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur etwa 15 Minuten.“, resümiert der Patientenbeauftragte.

Stefan Schwartze ist seit April 2023 Schirmherr des Infoportals Hautkrebs und unterstützt damit das Ziel, Patientinnen und Patienten mit Hautkrebs eine Orientierungshilfe zu geben und ihre Gesundheitskompetenz zu stärken und informiert u.a. auch zur Vorbeugung. Das Infoportal Hautkrebs ist eines der Leuchtturmprojekte der Nationalen Versorgungskonferenz Hautkrebs (NVKH, www.nvkh.de), die als eine Initiative aus dem Nationalen Krebsplan (2008) des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) entstanden ist. Der NVKH e.V. wurde von der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG), dem Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD), der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO) und der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) ins Leben gerufen. Übergeordnetes Ziel der NVKH ist es, die Krebsbekämpfung zu verbessern, indem die Aktivitäten aller Beteiligten wirksam aufeinander abgestimmt werden. Dazu soll die Orientierung und Partizipation von Patientinnen und Patienten und der Allgemeinbevölkerung an gesundheitsbezogenen Entscheidungsprozessen verbessert werden. Durch die gemeinsame Plattform in der NVKH wird eine bessere, direkte Ansprache und Einbindung von Entscheidungsträgern, Krankenkassen, Kassenärztlichen Vereinigungen, Ärztekammern und Patientenorganisationen ermöglicht, um weitere Projekte im Bereich der Patientenversorgung, der Erforschung innovativer Therapien sowie die Bereitstellung von Informationen auf den Weg zu bringen.

Durch das transparente Bündeln von Aktivitäten aller beteiligten Akteure sollen zudem Forschungsvorhaben und andere Projekte wirksam aufeinander abgestimmt werden, Redundanzen vermieden, Synergien genutzt und so ein zielgerichtetes Vorgehen forciert werden. Auf diese Weise ist ein Netzwerk entstanden, das deutschlandweit den kontinuierlichen Austausch sowie Kooperationen und gemeinsame Aktivitäten unter dermatologischen und nicht-dermatologischen Experten und Patientenvertretungen fördert und gleichzeitig die Öffentlichkeit, Patientinnen und Patienten, behandelnde Ärztinnen und Ärzten und weitere relevante Berufsgruppen sowie Entscheidungsträger, Ärztekammern, Kassenärztliche Vereinigungen und Krankenkassen über ihre Aktivitäten informiert.

 

Hautkrebs-Früherkennung: Darum ist sie so wichtig

Daten im 10-/20-jährigen Verlauf zeigen eine alarmierende Zunahme der Fälle von Hautkrebs:

2022 wurde bei bundesweit 31 Prozent mehr Frauen und Männern ein Malignes Melanom diagnostiziert als noch 2012.

2021 wurden 105.700 Menschen mit der Diagnose stationär behandelt – das waren knapp 75 Prozent mehr Fälle als 2001.

Etwa 4.100 Menschen starben 2021 an Hautkrebs – 55 Prozent mehr als 2001, als es 2.600 Todesfälle gab.

Jeder Mensch in jedem Alter kann an Hautkrebs erkranken. Jedes Jahr sind über 330.000 Menschen betroffen. In den meisten Fälle handelt es sich um hellen Hautkrebs und bei etwa 46.000 Menschen wird der weit gefährlichere schwarze Hautkrebs diagnostiziert. Damit ist Hautkrebs die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Wichtig ist, mit den richtigen Sonnenschutzmaßnahmen die Entstehung von Hauttumoren zu vermeiden und die Hautgesundheit im Rahmen des gesetzlichen Hautkrebs-Screenings überprüfen zu lassen.

Die Hautarztpraxis von Dr. Henrik Mohme begrüßte den Besuch des Patientenbeauftragten und betonte die Wichtigkeit von Vorsorgeuntersuchungen und regelmäßigen Screenings für die Früherkennung von Hautkrebs. Der leitende Arzt der Praxis äußerte sich positiv über den Austausch mit dem Patientenbeauftragten und die gemeinsamen Bemühungen, die öffentliche Aufmerksamkeit auf dieses wichtige Gesundheitsthema zu lenken. „Eine regelmäßige Kontrolle ist für die Früherkennung von Hautkrebs enorm wichtig. Ich finde es großartig, dass der Patientenbeauftragte der Bundesregierung uns dabei unterstützt, im Hautkrebsmonat Mai auf die Wichtigkeit von Hautuntersuchungen aufmerksam zu machen und selbst mit gutem Beispiel voran geht.“, erklärt Dr. Mohme.

Stefan Schwartze ergänzt: „Der Monat Mai steht ganz im Zeichen der Aufklärung über Hautkrebs und ich freue mich, einen kleinen Beitrag zu dieser Kampagne leisten zu können, bei der sich zahlreiche Akteure dafür einsetzen, das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen wie Sonnenschutz und regelmäßigen Hautuntersuchungen zu schärfen.“ Der Patientenbeauftragte Stefan Schwartze äußerte sich nach seinem Besuch außerdem zuversichtlich über die Fortschritte im Bereich der Aufklärung über Hautkrebs und ermutigt alle Bürgerinnen und Bürger, regelmäßige Hautuntersuchungen durchführen zu lassen.

 

Kontakt

Teresa Kugelmeier López

Geschäftsstelle des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten

Teresa.Kugelmeier.Lopez@bmg.bund.de

Prof. Dr. Dirk Schadendorf

Universitätsklinikum Essen

info@nvkh.de